Ragnhild A. Mørch

Termine

Digitale Erzählvorstellung

In Verbindung mit dem Zertifikatskurs „Künstlerisches Erzählen – Storytelling in Art and Education“ gibt es eine digitale Erzählvorstellung am Samstag, 04.12. um 20 Uhr.

weiterlesen

Die norwegische Erzählerin Mimesis Heidi Dahlsveen nimmt uns mit auf eine besondere Reise. Sie erzählt und spricht über Geschichten, von denen sich keiner vorstellen kann, dass unsere Vorfahren sie erzählten: vulgäre und prosaische Erzählungen aus dem immateriellen Kulturerbe. Ich bin sehr gespannt! Die Vorstellung findet auf Englisch statt.

Spiritual degeneration – digging deep in untold tales
Event-site:  https://www.eventbrite.de/e/spiritual-degeneration-digging-deep-storytelling-mhdahlsveen-tickets-153477502341
Saturday, 04th December, at 8pm (CET. Berlin, Rome, Amsterdam)
Please note: The number of participants is limited.

Welcome to an online storytelling performance for those of you who are up for a good laugh at the absurdity of tradition. This performance contains tales you would not imagine your ancestors told: vulgar and prosaic narratives of the intangible cultural heritage. Which cultural complexity was behind the need to communicate these stories in previous days? The storyteller Mimesis Heidi Dahlsveen will take you on a storytelling journey in which she comments on the background of the stories she tells and discusses why the stories have been censored out of tradition.

Mimesis Heidi Dahlsveen has worked as a storyteller since 1996 both in Norway and abroad. She regularly participates at international festivals throughout  Europe and beyond and has co-run two EU projects focusing on oral storytelling. She is Associate Professor in oral storytelling at Oslo Metropolitan University, Norway, and in 2008, she published the book „Introduction to oral storytelling“, Universitetsforlaget. In 2019, her second book was released on the same topic. She has written several academic articles, where she uses artistic research as an input to understand oral storytelling and narratives. Her focus is on letting traditional stories shed light on contemporary themes.

This event is part of the certificate course „Künstlerisches Erzählen – Storytelling in Art and Education“ at the UdK Berlin Career College (https://erzaehlen.udk-berlin.de/)  and presented in collaboration with Erzählkunst e.V. (https://erzaehlkunst.com/)


Jungfrau Erzählfestival Interlaken

11.- 13. Februar 2022

Im Februar geht es in die Schweiz und in die Berge. Überwacht von der Jungfrau mit ihren beachtlichen 4158m ü.M. nehme ich an einem dreitägigen Erzählfestival in Interlaken teil. Ich freue mich auf alle Begegnungen und neuen Geschichten! Mit von der Partie sind meine mir lieben Kolleg:innen Antje Horn und Jürg Steigmeier.


Zertifikatskurs Künstlerisches Erzählen

Im September 21 begann der 6. Durchgang des Zertifikatskurses an der UdK, und damit sind wir in einem Jubiläumsjahr. Genau vor 10 Jahren machten wir uns nämlich zum aller ersten Mal auf die Reise. Ein großer Dank an alle, die teilnehmend, durchführend, mitfiebernd und/oder unterstützend an dieser Reise teilnehmen und teilgenommen haben!

weiterlesen

Im jetzigen Durchgang haben wir einige spannende Änderungen im Curriculum vorgenommen. Dazu gehört unter anderem eine Erzähl-Razzia an drei Berliner Schulen. Dies ist vor allem in Skandinavien ein sehr beliebtes Erzählkonzept, bei denen nichtsahnende Schüler:innen plötzlich in den Genuss von Erzählkunst kommen.
Auf einmal steht der Alltag Kopf. Die Schule wird erstürmt! In einem Klassenzimmer nach dem anderen geht mit einem Mal die Tür auf, und da steht eine völlig unbekannte Person. Die Klassen machen große Augen, ein Tuscheln und Raunen geht durch die Reihen. Was wollen die hier? Doch schon bald ist es mucksmäuschenstill und die Münder stehen offen: eine Geschichte wird erzählt. Und dann ist die Geschichte zu ende und so plötzlich, wie gekommen, ist die Person wieder verschwunden.

Was war das? Zeit für eine Antwort bleibt kaum, denn schon geht die Tür wieder auf und eine andere Erzählerin kommt zu Besuch. Und danach noch ein Erzähler. Alle mit einer anderen Geschichte. Es dauert nicht lange, da brodelt die Schule vor Gerüchten und Erzähltem. Was für Geschichten hast du gehört? Welche hat dir am besten gefallen? Erzähl doch mal!

Die Erzählrazzia ist am Kurswochenende im Januar 2022 geplant, und wir drücken uns die Daumen, dass wir sie durchführen dürfen.


Bilinguale Erzählserie im Humboldt Forum

Nach einiger Verzögerung begann im Sommer im neu eröffneten Humboldt Forum in Berlin eine bilinguale Tandem-Erzählserie, die ich mit meiner Kollegin Christine Lander kuratiert habe. Jeweils zwei Erzähler:innen erzählen für Familien in zwei verschiedenen Sprachen, und zwar so in einander verwoben, dass die Geschichten verstanden werden können, obwohl den Zuhörenden vielleicht eine Sprache völlig unbekannt ist.


Recherche Projekt

Die subversive Kraft traditioneller Geschichten und Weiß-Sein
Ein Selbstversuch (Arbeitstitel)

Zuerst eine kleine Einleitung. 2016 begann an der UdK ein neuer Zertifikatskurs im Erzählen. Gleich nach dem Einleitungswochenende kamen zwei Studierende auf mich zu und fragten, ob wir nicht einmal über „rassistische Bilder“ in traditionellen Geschichten sprechen könnten. Ich stutzte. Die Studierenden hatten an dem Wochenende mit Tiermärchen gearbeitet, und so sehr ich mich bemühte und Kopfkino-mäßig das Wochenende durchlief, ich sah in den erzählten Geschichten nichts problematisches oder auffälliges.

weiterlesen

Ein langes Gespräch später und ich revidierte meine Ansicht. So der Anfang.

In der Zwischenzeit hat sich viel bewegt. Zum einen habe ich mich als Teil der weißen Mehrheitsgesellschaft unter die Lupe genommen. Zum anderen entwickelten Kollegen und ich den Kurs „What are you talking about? – Storytelling in contemporary society“, ein Angebot für internationale, junge Erzähler:innen, in dem sie sich mit den Thema Diskriminierung in traditionellen Geschichten auseinander setzen konnten (https://fest-network.eu/project/summer-course-what-are-you-talking-about-oral-storytelling-in-contemporary-society/).

Daraus entstand eine deutsche Kurs-Version mit meinem Kollegen Florian Fischer, einem Trainer der Organisation Phoenix e.V. (https://www.phoenix-ev.org/en/index.html). Im Laufe des Kurses setzen wir uns mit Diversität und Identität, sowie Dominanzstrukturen und Diskriminierungsverhältnissen auseinander und schauen auf die Relevanz zum Erzählen. Dabei wird konkret an Geschichten gearbeitet, in denen sich die Erzähler:innen mit diskriminierenden Motiven beschäftigen, seien dies mit Bezug auf u.a. Sexismus, Heteronormativität oder Rassismus.
Und genau hier setzt nun mein eigenes Rechercheprojekt an.
Ich möchte anhand einer Erzählvorstellung meine Teilhabe an der weißen Mehrheitsgesellschaft und der daraus folgenden dominanten gesellschaftlichen Position beleuchten und hinterfragen. Geht das und wenn, ja, welche traditionellen Geschichten eignen sich und wie müssen die Geschichten beschaffen sein?

Die Bücher stapeln sich, und ich habe für mich www.archive.org mit seinen unzähligen Sammlungen tradierter Geschichten entdeckt. Bei meinem nächsten Newsletter gibt es dann vielleicht schon Neues zu berichten.

Die Website www.ramorch.com ist derzeit im Verpuppungsstadium.
Weitere Infos: info@ramorch.com.